Prüfungsstress

Examen sind stressig

Die Examenszeit ist gleichermaßen stressig für junge Menschen wie auch für Erwachsene. Stress ist eine normale Reaktion auf eine herausfordernde Situation, und kann Symptome hervorrufen, die nicht nur unerfreulich sind, sondern in manchen Fällen sogar folgenschwere Auswirkungen haben.

Generell gesehen schärft Stress unser Bewusstsein und lässt uns wachsamer werden. Im schulischen Kontext bedeutet das, dass wir uns den negativen Konsequenzen des Unvorbereitet seins besser bewusst sind.

Dies wiederum ist ein wichtiger Bestandteil in Zusammenhang mit Stress, der durch Examen hervorgerufen wird und dient mitunter als Anreiz härter zu arbeiten und bessere Resultate zu erzielen, was sich dann positiv auswirkt. Stress kann aber auch dazu führen, dass man die Übersicht verliert und von seinen Gefühlen überrollt wird.

Anzeichen dafür, dass Stress überwältigend wird, sind: Stimmungsschwankungen, Tränen und Wutanfälle, wenn man streitlustiger als sonst ist, Schlafstörungen und körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder sich an Trostessen überessen. In solchen Situationen ist man auch vermehrt selbstkritischer.

 

Was kann helfen, um mit dem Examensstress besser umgehen zu können?

Wenn diese Anzeichen für Stress erkannt werden, sollte man offen über die Symptome reden und überlegen, wie man wieder eine bessere Balance findet. Das heißt, man prüft, was auf der körperlichen, mentalen und emotionalen Ebene getan werden kann, um sich so gut wie möglich auf den bevorstehenden Examina, und den damit verbundenen Stress vorzubereiten.

Der Umgang mit Stress ist unterschiedlich von Schüler zu Schüler. Planen und Vorbereitung sind jedoch Fähigkeiten, die jeder lernen kann. Es ist wichtig, herauszufinden was im Umgang mit Stress für einen selbst hilfreich ist und seinen eigenen Lernstil zu finden.

 

Körperliche Ebene

Es gibt ein paar einfache Dinge die Schüler tun können, um während dieser Zeit körperlich bestens gewappnet zu sein. Dazu gehört eine gesunde Ernährung wie z.B. gesunde Snacks dabei zu haben und genügend Wasser zu trinken. Regelmäßiges Essen, sowie ausreichend Schlaf sind ein wichtiges Fundament gegen Stress.

Wenn Schüler zu Hause arbeiten, ist es sinnvoll eine Routine aufzubauen die NICHT der Wochenendroutine entspricht: um die gleiche Uhrzeit aufstehen, sich anziehen, Mahlzeiten einnehmen, Sport machen und Feierabend machen.

Regelmäßige Bewegung ist auch sehr wichtig, denn es ist erwiesen, dass kurze, zügige Spaziergänge dazu beitragen das Gedächtnis zu verbessern, die Emotionen zu regulieren und die Energielevels zu steigern. Auch ein wenig Zeit außerhalb von unseren digitalen Geräten tut jedem gut und hilft um vollends abschalten zu können – besonders abends und nachts.

 

Mentale Ebene

Obwohl jeder verschieden ist und anders lernt kann es förderlich sein, einige Dinge zu wissen. Z.B. wie teilt man Informationen am überschaubarsten auf, wie erstellt man einen Revisions- und Zeitplan auf? Die meisten Schulen bieten eine allgemeine Mustervorlage an, aber einige Schüler benötigen zusätzliche Hilfe. Die Eltern miteinzubeziehen kann auch von großer Hilfe sein; sie können einem zusätzlich helfen den Revisionsplan auch an Wochenenden, während den Ferien und während der Examen einzuhalten.

Hier sind einige Anhaltspunkte um einen Revisionsplan zu erstellen:

  • Wurde jedes Fach in klare Lernblöcke oder Lernbereiche eingeteilt?
  • Wurde an Essenspausen gedacht? Wurde Zeit für Sport und soziale Aktivitäten eingeplant?
  • Wurde bedacht, was man wiederholen möchte? In der Schule, in der Bibliothek, oder zu Hause?
  • Gibt es verschiedene Revisionstechniken? Z.B. Anhand von alten Prüfungen üben, wichtige Theorien übersichtlich markieren, visuell lernen mithilfe von Mindmaps, farblich gekennzeichneten Notizen, Schlüsselwörter und Definitionen benutzen und Quizze, um sich selbst zu testen?
  • Wurde schon mal an einen Lernpartner/Lerngruppe gedacht mit dem/der man gemeinsam den Prüfungsstoff wiederholt, und Tipps austauschen kann, wie man Examensstress am besten bewältigt?

 

Emotionale Ebene

Manche Schüler fühlen sich schlecht, wenn sie Pausen machen. Aber Hobbys nachgehen, sportlich aktiv bleiben und sozialen Kontakte zu pflegen ist wichtig. Ohne eine gute Balance können Stresslevels nämlich schnell zunehmen.

Generell kann man folgende Tipps umsetzen, wenn man auf seine mentale Gesundheit achten möchte:

  • Mit einer vertrauten Person oder einem Professionellen sprechen
  • Belohnungen in den Revisionsplan mit einbauen z.B. ein Kinobesuch mit Freunden
  • Achtsamkeit- oder Meditationstechniken benutzen
  • Einen Spaziergang oder eine Fahrradtour auf dem Land unternehmen
  • Aromatherapieöle in einem Diffuser für das Lernzimmer benutzen
  • Ein heißes, sprudelndes Bad
  • Ein Nickerchen machen
  • Einen Lieblingsfilm schauen
  • Sich eine Liste mit Sachen zusammenstellen, die man machen kann, wenn man gestresst ist und wenig Energie hat

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